Gute Nachbarn – Urban Mining Hub Aachen

  Zirkuläre Wertschöpfung von Ziegeln als Element Urheberrecht: © Kramer-Pestka und Sherif/RB

Hintergrund

Mit der Notwendigkeit des Umbaus linearer Wertschöpfungsketten im Sinne einer zirkulären Wertschöpfung, müssen Prozess-, Produkt- und Rohstoffketten neugedacht werden. Insbesondere das Bauen ist durch sein hohen Ressourcenverbrauch und die damit verbundenen Abfallmengen im Abbruch verpflichtet sich neue Strategien und ganzheitliche Denkmuster anzueignen. Die Rückgewinnung von Ressourcen und wertvollen Bauteilen – heute als Urban Mining bezeichnet – war historisch immer Teil des Bauwesen und ein traditioneller Bestandteil des vorindustriellen Bauens.
Sowohl Wiederverwertung (Recycling) von Rohstoffen als auch Wiederverwendung von Bauprodukten und -teilen benötigen einen Ort für den verschiedenen Bearbeitungsschritte. Fanden Aufbereitung, Lagerung und „Planung“ früher direkt am Objekt statt übernehmen heute Recycling-, Bauhöfe, Materialbörsen und Urban Mining Hubs diese Aufgabe. Diese Flächen werden traditionellerweise als monofunktionale Logistik- oder Gewerbefläche behandelt und gedacht. Wie diese Flächen von einer Nutzfläche zu einem „Guten Nachbarn“ in der Stadt und im Quartier werden können, ist zentrale Fragestellung des Entwurfes. Was kann ein solcher Ort uns vermitteln? Welche (architektonischen) Qualitäten braucht ein solcher Ort? Wie verhält sich ein solches Gebäude zu seinen Funktionen?

Aufgabe

Die Stadt Aachen will den Funktionen des Urban Minings mit einem „Bauhof der Zukunft“ einen neuen Ort widmen. Dieser soll auf auf dem Standort Rothe Erde entstehen. Geplant ist eine mittelfristige Restrukturierung des gesamten Bereichs inklusive des vorhandenen Bauhofs. Auf dem ca. 27.000m2 Grundstück soll ein funktionaler Mix aus Lagerflächen, Werkhallen, Büroflächen und öffentlichen Sonderfunktionen entstehen.
Dabei sollen im Entwurf die Einbindung in das Quartier, die Spannungsfelder der verschiedenen Öffentlichkeiten sowie die sinnvolle Verortung von zirkulären Wertschöpfungsprozessen im Fokus stehen.
Die bereits vorhandenen Bestandsgebäude auf dem Grundstück weisen dabei unterschiedliche Potenziale zur Um-/Weiternutzung auf oder können selbst als Materialmine dienen. Die Teilnehmer sollen selbst urban Mining Potenziale ausmachen und in Ihre Entwurfsarbeit integrieren. Ziel ist die Erarbeitung eines ganzheitlichen Entwurfskonzeptes für das Areal am Freudner Weg, in Kleingruppen aus 2 Studierenden.

Termine

10.10.2023 11h Start vor Ort, Aachen Rothe Erde

17.10.2023 11h Betreuung

24.10.2023 11h Betreuung

31.10.2023 11h Vorstellung Übung

14.11.2023 11h 1. Kolloquium

21.11.2023 11h Betreuung

28.11.2023 11h Betreuung

05.12.2023 11h Betreuung

12.12.2023 11h 2. Kolloquium

09.01.2024 11h Betreuung

16.01.2024 11h Betreuung

23.01.2024 11h 3. Kolloquium

30.01.2024 11h Betreuung

13.02.2024 11h Prüfung im Foyer